RoDiN e. V.

Seit dem Jahre 2012 engagiert sich unsere Vereinsgründerin Antje Wiesemann aktiv im Tierschutz. Zunächst half sie den Straßenhunden in der Ukraine auf die Pfoten. 2013 lernte sie dann die Arbeit der Tierschützer in Rumänien kennen. Gleich hinter der Grenze begegneten ihr die ersten Streuner. Allein gelassen. Hungrig. Ausgemergelt. Kraftlos. Krank. Voller Parasiten. Schockiert über die große Not der Tiere wollte Antje Wiesemann nur noch eines: diesen Tieren helfen! Über Ostern 2014 kehrte sie zurück, um erste Hilfsgüter an diverse Shelter zu liefern, und um Land und Leute näher kennenzulernen.

Die prächtige Landschaft und die Herzlichkeit der Menschen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rumänien ein Land der „krassen Gegensätze“ ist. Während in Bukarest und anderen Städtchen gut gekleidete Menschen mit niedlichen Rassehündchen an der Leine spazieren gehen, verrecken auf dem Lande ungewollte Welpen und Vierbeiner, die niemand vermisst. Und in den Tötungsstationen siechen die Tiere ihrem Tod entgegen.

Viele rumänische Bauern sind arm. Allein durch den Verkauf ihres biologischen Obst- und Gemüseanbaus erreichen sie kaum den Monatsverdienst eines Durchschnittsrumänen (300 bis 500 Euro). Etwas besser gestellt sind die Landwirte, die neben dem Anbau Kühe und Schweine besitzen. Ist eines der Nutztiere krank, wird der Tierarzt gerufen. Ist der Hofhund krank, muss er sehen, wie er klar kommt. Denn „Lumpi“ hat nicht den Stellenwert einer Kuh. Er ist nur der Wachhund und gilt als „ein Esser mehr“. Immerhin dürfen die meisten Hofhunde ihre Freiheit genießen. Ohne Kette und leinenlos machen sie, was sie wollen. Und treiben sich herum, wo sie wollen. Diese Freiheit bleibt natürlich nicht ohne Folgen: die Hündinnen werden zweimal im Jahr schwanger und gebären immer neue Straßenhunde. „Lumpis“ Nachkommen werden von den Bauern ausgesetzt. Für noch mehr Esser ist kein Geld übrig. Für die Kastration, die „Lumpis“ Vermehrung hätte verhindern können, hat es schließlich auch nicht gereicht. Ausgesetzt werden oftmals auch die Hundemütter sowie alte, kranke oder verunfallte Tiere. Für die rumänische Bevölkerung ist das der natürliche Kreislauf des Lebens. Ganz bestimmt haben viele Bauern Mitleid, doch der Drang selbst zu überleben, ist stärker. Und die Not ist groß.

Die Tierheime, die es mittlerweile in jeder Stadt oder Kommune gibt, sind überfüllt. 2014 wurde in Rumänien wieder das Tötungsgesetz eingeführt. Jeder Tierheimhund wird nach 14 Tagen Aufenthalt getötet – und das nicht immer mit den vorgeschriebenen Mitteln, denn auch diese kosten Geld. Viele Rumänen setzen sich trotz ihrer begrenzten Mittel für die Straßenhunde ein. Einige Menschen füttern die Tiere in den Wohnblocks – bis sich jemand beschwert und die Hundefänger ruft. Andere Leute haben in ihren Gärten kleine Zwinger aufgebaut, um die Vierbeiner vor den Hundefängern zu retten. Doch hier führen die einstmals freien Tiere ein Leben hinter Gittern, eingekerkert ohne Schuld.

Um diesem Elend ein Ende zu setzen, und um das tierische Engagement auf „rechtlich einwandfreie Füße“ zu stellen, gründete Antje Wiesemann am 26. April 2015 gemeinsam mit weiteren Tierfreunden unseren Verein RoDiN. Seit 2015 sind wir als gemeinnützig anerkannt. 2016 kam die Transporterlaubnis für Hunde und Katzen hinzu, 2017 folgte die Erlaubnis für die Vermittlung von Tieren aus der europäischen Union.

FOR ROMANIAN STRAYS

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